Mit Baby-Simulatoren will das Diakonische Werk Hildesheimer Land-Alfeld Teenagern vermitteln, was es heißt, ein eigenes Kind groß zu ziehen. Schon bald sollen zehn der elektronischen Puppen angeschafft werden. Dafür werden jetzt noch Spender gesucht. Äußerst kritisch sehen die Experten vom Diakonischen Werk hingegen die jetzt auf RTL gestartete Serie „Erwachsen auf Probe“, bei der Jugendliche mit echten Babys die Elternschaft üben sollen.
Mit dem Projekt „Babybedenkzeit“ sollen Jugendliche hautnah erleben können, welche Arbeitsbelastung mit einem eigenen Kind einhergeht. Die High-Tech im Bauch der Säuglingspuppen sorgt dafür, dass die Babys schreien, wenn sie Hunger haben, aufstoßen oder gewiegt werden möchten oder die Windel gewechselt werden muss. Beim Stillen oder Fläschchenfüttern gibt die Puppe Schluckgeräusche von sich und gluckst zufrieden, wenn sie gut versorgt wurde. Per elektronischem Chip sind die Puppen mit ihrer „Mutter“ verbunden. Die Elektronik merkt, wenn das Baby von einer anderen Person gefüttert oder gewickelt wird. Später kann ausgewertet werden, wie gut die Puppen behandelt wurden.
Wer das Projekt unterstützten möchte, kann unter dem Stichwort Babybedenkzeit auf das Konto des Kirchenkreises Hildesheimer Land, Kto.-Nr. 7009774 bei der Sparkasse Hildesheim (BLZ 259 501 30) spenden.
„Hilfen für Lisas kleine Schwester“ lautet das 2009er Nachfolgeprojekt von "Ein guter Start für Lisa". Die Landeskirche plant die Einrichtung eines dauerhaften Fonds gegen Kinderarmut. Daraus sollen die Kindergärten der Gemeinden jeweils 500 Euro im Jahr erhalten. Zudem sollen Projekte und Ideen in den Gemeinden gefördert werden, die sich für Bildung, Freizeitgestaltung oder künstlerisch-musische Erziehung für Kinder aus finanzschwachen Familien einsetzen. Matthias Böning vom Diakonischen Werk der Kirchenkreise Hildesheimer-Land und Alfeld betonte, auch in ländlichen Gegenden sei der Bedarf unzweifelhaft vorhanden. In der Region Hildesheim seien knapp 18 Prozent der Kinder von Armut betroffen.
„Ein guter Start für Lisa?!“ Unter diesem Motto wurden zum Schulstart 2008 über 200 Kinder aus den evangelischen Kindertagesstätten und den Kirchengemeinden der Kirchenkreise Hildesheimer Land und Alfeld mit einem Gutschein in Höhe von 100 Euro für Schulmaterialien ausgestattet. Denn viele Familien im Kirchenkreis sind zu arm, um sich die erforderlichen Anschaffungen leisten zu können. Die Aktion wurde finanziert durch die Landeskirche, Kirchenkreis, Kirchengemeinden und zahlreiche Firmen- und Privatspenden. Das Projekt war durch die enge Zusammenarbeit mit den Kindergärten und Kirchengemeinden gut vernetzt und sollte ein Zeichen setzen. Es sind aber weitere Projekte geplant, um Kinderarmut wirksam zu überwinden. Durch die gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sind Kommunen‚ Politiker und Gesellschaft für die Problematik stark sensibilisiert worden, was auch durch die hohe Spendenbereitschaft deutlich wurde. Gleichzeitig haben das Diakonische Werk Hildesheim-Sarstedt und die Caritas eine Aktion in ähnlicher Form übernommen mit Gutscheinen in Höhe von 50 €. Auch die Kreisarbeitsgemeinschaft hat sich zu den Missständen seit längerem geäußert und in politischen Gremien für einen Schulkostenfonds starkgemacht. Durch all diese Aktivitäten konnte im September ein runder Tisch gebildet werden, der Vorschläge zur Umsetzung eines Schulkostenfonds in Stadt und Landkreis eingereicht hat.Die Projektgruppe „Gemeinsam Kinderarmut überwinden“ erstellt 2009 einen Flyer für die Kirchengemeinden, in denen bereits laufende oder geplante Aktionen aus unserem Kirchenkreis vorgestellt werden, z.B.