Einen nahen Menschen gehen lassen zu müssen, gehört zu den schwierigsten Situationen, denen wir uns als Menschen stellen müssen. Da ist es gut, wenn bereits zu Lebzeiten über die Beerdigung oder die Trauerfeier geredet wurde.
Wenn der Tod im Haus eingetreten ist, muss ein Arzt verständigt werden. In der Regel übernimmt ein Bestatter eigener Wahl alles Weitere. Um Abschied zu nehmen, kann ein Leichnam noch einige Zeit im Haus bleiben. Wir können eine Kerze anzünden und die überlieferten Worte des Vaterunsers beten. Trotz anfänglicher Bedenken und Furcht berichten viele Trauernde, dass ein längeres Verbleiben des geliebten Menschen vor Ort den Abschied zu einer Erfahrung gemacht hat, die sie nicht missen möchten.
Meist nimmt der Bestatter Kontakt mit dem zuständigen Pfarramt im Kirchenkreis auf. Natürlich kann jede Pastorin, jeder Pastor auch direkt angesprochen werden und begleitet die Sterbenden und Trauernden.
Im Trauergespräch vor der Beerdigung oder Trauerfeier können die Angehörigen ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen. Gemeinsam wird die Beerdigung oder Trauerfeier besprochen. Auch was schwierig gewesen sein mag, kann hier seinen Platz finden. Pastorinnen und Pastoren unterliegen der seelsorgerlichen Verschwiegenheit.
Die christliche Gemeinde begleitet ihre Verstorbenen auf ihrem letzten Weg, weil sie davon ausgeht, dass der auferstandene Christus dem Tod die Macht genommen hat. Kirchlich bestattet werden daher Verstorbene, die zur Gemeinde gehörten (Kirchenmitglieder). Weitere Informationen finden sich unter dem Link: http://www.ekd.de/glauben/sterben.html